Eselin Florentine. Dieses süße, störrische Tier, das seinen ganz eigenen Kopf hat und diesen auch durchzusetzen weiß, war an einem Samstag im September unsere Wandergefährtin. Entlang der slowenischen Grenze begleitete sie uns bis zu einer bewirteten Alm und wollte dann aber leider nicht mehr zurück nach Hause.

Was hat nun der Kampf mit einem dickschädeligen Esel mit runterschalten zu tun?

Für all jene, die im Alltag nicht mit hormongeplagten Teenagern, es gut meinenden Schwiegermüttern oder launischen Chefs geschlagen sind, ist die Erfahrung, dass es nicht immer nur so geht, wie man es selber möchte, ganz lehrreich. Die eigene Ruhe und Ausgeglichenheit auf die Probe zu stellen kann auch Spaß machen! Letztendlich fanden wir nämlich einen Weg, mit Flo klarzukommen. Wir haben unser Tempo angepasst – quasi einen Gang runtergeschalten – und eine Mischung aus Strenge, aber auch Güte walten lassen. Sie war happy, wir waren happy und Stunden später haben wir es geschafft, sie wieder in ihrem Stall zu parken. Happy end mit Esel.

September 2015, Sabine Dönz